Einführung in das neue MIP Analytics

MIP Analytics steht für MeinImmoPortal Analytics. Die Funktionalität von MIP Analytics baut auf Umami Analytics auf und stellt übersichtliche, datenschutzfreundliche Webanalyse-Funktionen für Ihre Website bereit. Die Integration erfolgt auf Basis der bereits geschlossenen AV-Veträge und erfasst keinerlei personenbezogenen Daten mit Ausnahme der IP Adresse, die aber eh schon für die Auslieferung der Webseite verarbeitet wird. Die Nutzung kann daher ohne explizite Zustimmung ("Consent") des Nutzers erfolgen.


Mit MIP Analytics können Sie nachvollziehen, wie Besucherinnen und Besucher Ihre Website nutzen: welche Seiten aufgerufen werden, woher Besucher kommen, welche Geräte verwendet werden, wie lange Besuche dauern und welche Aktionen auf der Website stattfinden.

In dieser Einführung werden die wichtigsten Analysebereiche erklärt. Die deutschen Bezeichnungen stehen im Vordergrund; die englischen Originalbegriffe aus Umami werden jeweils in Klammern ergänzt.


Verfügbarkeit: Basic und Pro

MIP Analytics ist in zwei Varianten verfügbar:


Variante Geeignet für Enthaltene Analyse-Funktionen
Basic Standard-Webanalyse und technische Website-Auswertung Seitenaufrufe, Besucher, Besuche, Absprungrate, Besuchsdauer, Referrer, Länder, Geräte, Browser, Betriebssysteme, Filter, Sitzungen, Performance, Vergleich, Aufschlüsselung, Nutzerpfade, Wiederkehrer-Auswertung und UTM-Auswertung
Pro Erweiterte Analyse mit zusätzlichen Auswertungen und individuellen Messpunkten Ziele, Trichter, Sitzungsaufzeichnungen, gespeicherte Segmente, Kohorten, eigene Events, Ereignisdaten, Umsatzdaten und Attribution

Hinweis zu Pro-Funktionen: Einige Funktionen bieten erweiterte Auswertungen oder benötigen individuell definierte Messpunkte. Diese Funktionen sind in MIP Analytics Pro enthalten und werden in diesem Artikel entsprechend gekennzeichnet.


Übersicht und Kennzahlen (Overview / Metrics)

Die Übersicht ist der Einstieg in die Webanalyse. Sie zeigt die wichtigsten Kennzahlen für den ausgewählten Zeitraum.

Typische Kennzahlen sind:


  • Seitenaufrufe (Views): Wie viele Seitenaufrufe oder Ereignisse insgesamt erfasst wurden.

  • Besucher (Visitors): Wie viele eindeutige Besucher bzw. Besuchsgruppen im Zeitraum erkannt wurden.

  • Besuche (Visits): Wie viele einzelne Besuche auf der Website stattgefunden haben.

  • Absprungrate (Bounce Rate): Wie viele Besuche nur aus einem einzigen erfassten Ereignis bestehen.

  • Besuchsdauer (Visit Duration): Wie lange Besucher im Durchschnitt auf der Website aktiv waren.

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt aggregierte Nutzungsdaten wie URL, Seitentitel, Referrer, Browser, Betriebssystem, Gerätetyp, Sprache, Bildschirmgröße, Land, Region, Stadt und UTM-Parameter.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Die Übersicht beantwortet grundlegende Fragen: Wie viele Besucher hatte die Website? Welche Seiten sind besonders beliebt? Kommen Besucher eher über Suchmaschinen, Kampagnen oder direkte Aufrufe? Wie entwickelt sich die Nutzung im Zeitverlauf?


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Die Kennzahlen helfen dabei, Reichweite, Nutzerinteresse, Kampagneneffektivität und mögliche Probleme bei einzelnen Seiten früh zu erkennen.


Filter (Filters / Filtering)

Filter grenzen die angezeigten Daten ein. Dadurch können bestimmte Besuchergruppen, Seiten oder Traffic-Quellen gezielt analysiert werden.


Beispiele für Filter:

  • URL-Pfad (Path): z. B. nur Besuche auf /kontakt

  • Referrer (Referrer): z. B. nur Besucher von Google oder LinkedIn

  • Land / Region / Stadt (Country / Region / City)

  • Browser, Betriebssystem, Gerät (Browser / OS / Device)

  • UTM-Parameter (UTM Source, Medium, Campaign, Content, Term)

  • Ereignisse (Events), sofern diese erfasst werden

Filter können kombiniert werden. Dabei kann eingestellt werden, ob alle Bedingungen erfüllt sein müssen („All“) oder ob eine der Bedingungen ausreicht („Any“).


Welche Daten werden dargestellt?
Es werden dieselben Analysewerte wie in der normalen Übersicht angezeigt, jedoch nur für den gefilterten Ausschnitt.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Filter eignen sich, um Fragen wie diese zu beantworten: Wie verhalten sich mobile Nutzer? Welche Kampagne bringt qualifizierten Traffic? Welche Seiten werden aus einem bestimmten Land aufgerufen?


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Filter machen Unterschiede zwischen Besuchergruppen sichtbar und helfen dabei, Zielgruppen, Kampagnen und technische Umgebungen getrennt zu bewerten.


Gespeicherte Segmente (Segments)

Pro-Feature: Gespeicherte Segmente sind in MIP Analytics Pro enthalten.

Segmente sind gespeicherte Filterkombinationen. Statt dieselben Filter immer wieder neu einzustellen, kann eine häufig genutzte Zielgruppe einmal gespeichert und später erneut ausgewertet werden.


Beispiele für Segmente:

  • Besucher aus Deutschland mit mobilem Gerät

  • Besucher aus einer bestimmten Newsletter-Kampagne

  • Besucher, die eine bestimmte Seite aufgerufen haben

  • Besucher über bezahlte Anzeigen

Welche Daten werden dargestellt?
Ein Segment zeigt alle Analysewerte für die definierte Besuchergruppe.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Segmente sind hilfreich, wenn bestimmte Zielgruppen regelmäßig analysiert werden sollen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Mit Segmenten lassen sich Entwicklungen einzelner Nutzergruppen konsistent über längere Zeit beobachten.


Kohorten (Cohorts)

Pro-Feature: Kohorten sind in MIP Analytics Pro enthalten.

Kohorten gruppieren Besucher nach gemeinsamen Eigenschaften oder Aktionen, z. B. nach dem ersten Besuch in einem bestimmten Zeitraum oder nach dem Auslösen eines bestimmten Ereignisses.


Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt, wie sich eine definierte Besuchergruppe über die Zeit verhält.


Wofür wird diese Funktion genutzt?

Kohorten helfen dabei zu verstehen, ob bestimmte Nutzergruppen später wiederkommen oder ob ihr Interesse nach dem ersten Besuch abnimmt.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Kohorten zeigen, ob Inhalte, Angebote oder Kampagnen langfristige Nutzerbindung erzeugen.


Sitzungen (Sessions)

Sitzungen zeigen einzelne Besuchsverläufe auf der Website. Eine Sitzung steht für einen Besuch und wird anonym ohne klassische Cookies erfasst.


Welche Daten werden dargestellt?
Pro Sitzung können Informationen wie Land, Browser, Betriebssystem, Gerät und besuchte Seiten angezeigt werden. Außerdem ist sichtbar, welche Seiten innerhalb eines Besuchs aufgerufen wurden.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Sitzungen helfen dabei, einzelne Besuchsmuster zu verstehen: Wo startet ein Besuch? Welche Seiten werden nacheinander angesehen? Wo endet der Besuch?


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Sitzungsdaten zeigen typische Nutzungspfade und können Hinweise auf besonders relevante Seiten, Abbrüche oder Orientierungsprobleme geben.


Ereignisse (Events) und Ereignisdaten (Event Data)

Pro-Feature: Eigene Events und detaillierte Ereignisdaten sind erweiterte Funktionen in MIP Analytics Pro. Die Einrichtung eigener Events benötigt technische Expertise.

Ereignisse erfassen bestimmte Nutzeraktionen, die über reine Seitenaufrufe hinausgehen.


Beispiele für Events:

  • Klick auf einen Kontakt-Button

  • Klick auf „Exposé herunterladen“

  • Absenden eines Formulars

  • Klick auf eine Telefonnummer

  • Start einer virtuellen Besichtigung

  • Klick auf einen Bewerbungs- oder Anfrage-Button

  • Wechsel eines Formularschritts

  • Klick auf externe Links

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics kann den Namen des Ereignisses sowie zusätzliche Eigenschaften anzeigen, z. B. Formularname, Button-Position, Exposé-ID, Seitentyp oder Kampagnenbezug.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Events werden genutzt, um konkrete Interaktionen messbar zu machen. Dadurch wird sichtbar, welche Funktionen oder Inhalte aktiv genutzt werden.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt, welche Aktionen häufig genutzt werden, welche Elemente kaum Interaktion erzeugen und welche Inhalte oder Funktionen besonders relevant sind.

Systemseitige Events durch MeinImmoPortal

Wir arbeiten aktuell daran, standardmäßige Aktionen auf MIP-Webseiten schrittweise in Events zu überführen. Im Laufe des Jahres werden zahlreiche Daten systemseitig erfasst und in MIP Analytics sichtbar gemacht.


Beispiele für solche standardmäßigen Aktionen können sein:

  • Klicks auf Kontakt- oder Anfrageelemente

  • Interaktionen mit Immobilien-Exposés

  • Formularinteraktionen

  • Downloads

  • Interaktionen mit Such- oder Filterfunktionen

Sobald diese Events verfügbar sind, können sie in Auswertungen, Filtern, Zielen und Trichtern verwendet werden.

Eigene Events über HTML-Attribute erfassen

Eigene Events können direkt über data- Attribute an HTML-Elementen erfasst werden. Das eignet sich besonders für einfache Klick-Events.


Beispiel: Klick auf einen Kontakt-Button

<button
  data-umami-event="kontakt-button-klick"
  data-umami-event-position="hero"
  data-umami-event-seitentyp="startseite"
>
  Kontakt aufnehmen
</button>

Wenn der Button geklickt wird, wird das Event kontakt-button-klick erfasst. Die zusätzlichen Eigenschaften position und seitentyp können später in der Analyse ausgewertet werden.


Beispiel: Klick auf einen Exposé-Download

<a
  href="/downloads/expose-12345.pdf"
  data-umami-event="expose-download"
  data-umami-event-expose-id="12345"
  data-umami-event-objekttyp="wohnung"
>
  Exposé herunterladen
</a>

Eigene Events über ein Script erfassen

Für dynamische Aktionen kann ein eigenes Script verwendet werden. Das ist sinnvoll, wenn Daten erst während der Nutzung entstehen oder wenn eine Aktion nicht direkt über ein einzelnes HTML-Element messbar ist.


Beispiel: Event per JavaScript senden

<script>
  document.querySelector('#expose-download')?.addEventListener('click', function () {
    if (window.umami) {
      window.umami.track('expose-download', {
        exposeId: '12345',
        objekttyp: 'wohnung',
        quelle: 'detailseite'
      });
    }
  });
</script>

Beispiel: Formularschritt messen

<script>
  if (window.umami) {
    window.umami.track('formular-schritt', {
      formular: 'kontaktanfrage',
      schritt: 'kontaktdaten'
    });
  }
</script>

Eigene Events über den Google Tag Manager erfassen

Events können auch über den Google Tag Manager erfasst werden. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Tracking-Regeln zentral verwaltet werden sollen.


Beispielhafter Ablauf im Google Tag Manager:

  1. Einen Trigger erstellen, z. B. „Klick auf Kontakt-Button“.

  2. Als Trigger-Bedingung z. B. eine CSS-Klasse, eine Button-ID oder einen Linktext verwenden.

  3. Ein Tag vom Typ „Custom HTML“ anlegen.

  4. Im Tag den Event-Aufruf hinterlegen.

  5. Den Tag mit dem Trigger verbinden.

  6. In der Vorschau testen und anschließend veröffentlichen.

Beispiel für ein Custom-HTML-Tag im Google Tag Manager:

<script>
  if (window.umami) {
    window.umami.track('kontakt-button-klick', {
      quelle: 'google-tag-manager',
      klicktext: '{{Click Text}}',
      klickurl: '{{Click URL}}'
    });
  }
</script>

Wichtiger Hinweis: Eigene Events sollten klar benannt und sparsam eingesetzt werden. Zu viele oder uneinheitlich benannte Events erschweren die Auswertung. Empfehlenswert sind kurze, verständliche Namen wie kontakt-button-klick, expose-download oder formular-gesendet.


Sitzungsaufzeichnungen (Session Replays)

Pro-Feature: Sitzungsaufzeichnungen sind ausschließlich in MIP Analytics Pro verfügbar.

Sitzungsaufzeichnungen ermöglichen das Abspielen aufgezeichneter Besuchssitzungen. Dabei wird sichtbar, wie Besucher scrollen, klicken und durch die Website navigieren.


Welche Daten werden dargestellt?
Angezeigt wird der Verlauf einer Sitzung: Klicks, Scrollbewegungen, Seitenwechsel und Interaktionen. Sensible Inhalte können maskiert oder von der Aufzeichnung ausgeschlossen werden.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Session Replays helfen, das reale Nutzerverhalten besser zu verstehen, Bedienprobleme zu erkennen, Fehler nachzustellen und Designänderungen zu überprüfen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt, wo Nutzer zögern, abbrechen, nicht weiterkommen oder unerwartete Wege durch die Website nehmen.


Performance (Performance)

Der Bereich Performance zeigt, wie schnell und stabil eine Website aus Sicht echter Besucher lädt. MIP Analytics nutzt dafür Core-Web-Vitals und weitere Ladezeitmetriken.


Wichtige Metriken sind:

  • Largest Contentful Paint (LCP): Zeit bis das größte sichtbare Inhaltselement geladen ist.

  • Interaction to Next Paint (INP): Reaktionsgeschwindigkeit der Seite auf Nutzerinteraktionen.

  • Cumulative Layout Shift (CLS): Stabilität des Layouts während des Ladens.

  • First Contentful Paint (FCP): Zeit bis der erste sichtbare Inhalt erscheint.

  • Time to First Byte (TTFB): Zeit bis zur ersten Serverantwort.

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt Performance-Werte nach Zeitraum, Seite, Gerät, Browser und Perzentilen wie p50, p75 oder p95.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Performance hilft, langsame Seiten, technische Probleme und Unterschiede zwischen Geräten oder Browsern zu erkennen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Die Daten zeigen, welche Seiten die Nutzererfahrung oder SEO-Leistung beeinträchtigen könnten und ob Optimierungen messbar wirken.


Vergleich (Compare)

Mit Vergleich lassen sich aktuelle Website-Kennzahlen mit einem früheren Zeitraum vergleichen, z. B. mit dem vorherigen Zeitraum oder dem gleichen Zeitraum im Vorjahr.


Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt Kennzahlen wie Seitenaufrufe, Besucher, Absprungrate und Besuchsdauer inklusive prozentualer Veränderung.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Der Vergleich zeigt, ob sich die Website positiv oder negativ entwickelt.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt Trends, saisonale Effekte, Kampagnenerfolge oder Rückgänge nach Änderungen an Website, Inhalten oder Marketingmaßnahmen.


Aufschlüsselung (Breakdown)

Die Aufschlüsselung segmentiert Daten nach bestimmten Feldern, z. B. nach Seiten, Ländern, Geräten, Browsern oder Referrern.


Welche Daten werden dargestellt?
Typische Werte sind Besucher, Besuche, Seitenaufrufe, Absprungrate und Besuchsdauer je ausgewähltem Feld.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Breakdowns helfen, Daten detaillierter zu betrachten: Welche Seiten haben die meisten Besucher? Welche Geräte verursachen höhere Absprungraten? Welche Traffic-Quelle bringt besonders lange Besuche?


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Die Funktion zeigt, welche Dimensionen besonders stark zur Gesamtperformance beitragen oder wo Auffälligkeiten bestehen.


Ziele (Goals)

Pro-Feature: Ziele sind in MIP Analytics Pro enthalten.

Ziele messen, ob Besucher eine gewünschte Aktion ausführen. Ein Ziel kann z. B. der Besuch einer bestimmten Seite oder das Auslösen eines Events sein.


Beispiele:

  • Besuch der Seite /kontakt

  • Klick auf einen Demo-Button

  • Absenden eines Formulars

  • Aufruf einer Danke-Seite nach einer Anfrage

  • Klick auf „Exposé herunterladen“

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt, wie viele Besucher das Ziel erreicht haben und welche Conversion Rate daraus entsteht.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Ziele werden verwendet, um den Erfolg wichtiger Website-Aktionen zu messen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt, ob die Website ihre geschäftlichen oder kommunikativen Ziele erreicht und welche Seiten oder Kampagnen zu Conversions beitragen.

Wie wird ein Ziel eingerichtet?

Ein Ziel wird über Ziel hinzufügen (Add Goal) angelegt.

Dabei werden typischerweise folgende Angaben gemacht:

  1. Name des Ziels: z. B. „Kontaktanfrage“ oder „Exposé-Download“.

  2. Aktionstyp:

    • Seite angesehen (Viewed page): Der Besuch einer bestimmten URL zählt als Zielerreichung.

    • Event ausgelöst (Triggered event): Ein bestimmtes Event zählt als Zielerreichung.

  3. Bedingung: z. B. /kontakt als URL oder kontakt-button-klick als Event.

  4. Speichern: Danach kann das Ziel im ausgewählten Zeitraum ausgewertet werden.


Trichter (Funnel)

Pro-Feature: Trichter sind in MIP Analytics Pro enthalten.

Ein Trichter misst eine Abfolge von Schritten, die Besucher in einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen sollen.


Beispiel:

  1. Immobilien-Exposé ansehen

  2. Kontakt-Button klicken

  3. Formular öffnen

  4. Anfrage absenden

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt, wie viele Nutzer jeden Schritt erreichen und an welcher Stelle Nutzer abspringen.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Trichter eignen sich zur Analyse von Conversion-Prozessen, Formularstrecken, Checkout-Abläufen oder Registrierungen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt die größten Abbruchstellen und kann gezielt Seiten, Formulare oder Call-to-Actions verbessern.

Wie wird ein Trichter eingerichtet?

Ein Trichter wird über Trichter hinzufügen (Add Funnel) angelegt.

Dabei werden typischerweise folgende Angaben gemacht:

  1. Name des Trichters: z. B. „Kontaktanfrage über Exposé“.

  2. Zeitfenster (Window): Maximale Zeit zwischen zwei Schritten, z. B. 60 Minuten.

  3. Schritte (Steps): Mindestens zwei Schritte, die in Reihenfolge erreicht werden sollen.

  4. Schritttyp je Schritt:

    • Spezifische URL: z. B. /immobilien/expose-12345

    • Event: z. B. kontakt-button-klick

    • URL-Muster: z. B. URLs, die mit einem bestimmten Muster übereinstimmen

  5. Speichern und auswerten: Danach zeigt der Trichter, wie viele Besucher jeden Schritt erreichen und wo sie abbrechen.


Nutzerpfade (Journey)

Die Nutzerpfad-Analyse zeigt typische Wege, die Besucher auf der Website nehmen.


Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt häufige Schrittfolgen, Startpunkte, Zwischenschritte und Endpunkte von Besuchen. Schritte können Seitenaufrufe oder Events sein.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Journey hilft zu verstehen, wie Besucher tatsächlich durch die Website navigieren.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Die Analyse zeigt, ob Nutzer den erwarteten Weg nehmen, wo sie abweichen und welche Inhalte besonders oft Teil erfolgreicher Pfade sind.


Wiederkehrende Besucher und Bindung (Retention)

Retention misst, wie häufig Besucher nach ihrem ersten Besuch zurückkehren.


Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt Besuchergruppen nach Erstbesuchstag und den Anteil der Besucher, die an späteren Tagen zurückkehren.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Retention wird genutzt, um die langfristige Relevanz von Inhalten, Angeboten oder Kampagnen zu bewerten.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Hohe Retention spricht für wiederkehrendes Interesse. Niedrige Retention kann ein Hinweis sein, dass Inhalte, Angebote oder Nutzererwartungen nicht ausreichend binden.


Kampagnenparameter (UTM)

UTM-Parameter sind Zusätze in URLs, mit denen Marketingkampagnen ausgewertet werden können. Sie helfen dabei zu erkennen, woher Besucher kommen und welche Kampagnen Traffic erzeugen.


Wichtige UTM-Felder sind:

  • UTM-Quelle (UTM Source): z. B. Google, Newsletter, LinkedIn

  • UTM-Medium (UTM Medium): z. B. CPC, E-Mail, Social

  • UTM-Kampagne (UTM Campaign): Name einer Kampagne

  • UTM-Begriff (UTM Term): Suchbegriff, häufig bei bezahlter Suche

  • UTM-Inhalt (UTM Content): Variante eines Links oder Werbemittels

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt Seitenaufrufe und weitere Kennzahlen aufgeschlüsselt nach UTM-Parametern.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
UTM-Auswertungen zeigen, welche Kampagnen, Kanäle oder Anzeigenvarianten Traffic erzeugen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt, welche Marketingmaßnahmen Besucher auf die Website bringen und welche Kampagnen besonders wirksam sind.

Wie werden UTM-Parameter gesetzt?

UTM-Parameter werden direkt an eine Ziel-URL angehängt.

Der erste Parameter beginnt mit einem Fragezeichen ?. Weitere Parameter werden mit & ergänzt.


Beispiel:

https://example.com/immobilien?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=fruehjahr_2026&utm_content=button_expose

Dieses Beispiel bedeutet:

Parameter Wert Bedeutung
utm_source newsletter Besucher kommt aus einem Newsletter
utm_medium email Kanal ist E-Mail
utm_campaign fruehjahr_2026 Kampagne heißt „fruehjahr_2026“
utm_content button_expose Der konkrete Link war z. B. ein Exposé-Button

Empfehlung: Verwenden Sie einheitliche, kurze und verständliche Bezeichnungen. Schreiben Sie Kampagnennamen möglichst klein und ohne Leerzeichen, z. B. sommeraktion_2026 statt Sommer Aktion 2026.



Umsatz (Revenue)

Pro-Feature: Umsatz-Auswertungen sind in MIP Analytics Pro enthalten.

Revenue verknüpft Website-Nutzung mit Umsatzdaten. Dafür werden Events mit Umsatzbetrag und Währung erfasst.


Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt Umsatzwerte über einen Zeitraum und kann diese mit Seiten, Produkten, Kampagnen oder Events verbinden.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Revenue hilft, den wirtschaftlichen Beitrag von Website-Traffic und Kampagnen zu bewerten.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt, welche Seiten, Produkte, Kanäle oder Kampagnen Umsatz erzeugen und wo Optimierungspotenzial besteht.


Beispiel für ein Umsatz-Event:

<script>
  if (window.umami) {
    window.umami.track('checkout-abschluss', {
      revenue: 199.00,
      currency: 'EUR'
    });
  }
</script>

Attribution (Attribution)

Pro-Feature: Attribution ist in MIP Analytics Pro enthalten.

Attribution ordnet Conversions bestimmten Traffic-Quellen oder Kampagnen zu.

MIP Analytics unterstützt u. a.:

  • First-Click-Attribution: Die erste Interaktion erhält den Conversion-Wert.

  • Last-Click-Attribution: Die letzte Interaktion vor der Conversion erhält den Conversion-Wert.

Welche Daten werden dargestellt?
MIP Analytics zeigt, welche Referrer, Anzeigenparameter oder UTM-Daten zu einer Conversion geführt haben.


Wofür wird diese Funktion genutzt?
Attribution hilft zu verstehen, welche Kanäle tatsächlich zu wertvollen Aktionen beitragen.


Welche Erkenntnisse lassen sich ableiten?
Man erkennt, ob z. B. Suchmaschinen, Newsletter, Social Media oder bezahlte Anzeigen den größten Beitrag zu Conversions leisten.



Praktische Nutzung: So liest man MIP-Analytics-Daten richtig

  1. Zeitraum wählen: Zuerst immer den passenden Zeitraum einstellen, z. B. letzte 7 Tage, letzter Monat oder Kampagnenlaufzeit.

  2. Gesamtentwicklung prüfen: In der Übersicht die wichtigsten Kennzahlen betrachten.

  3. Auffälligkeiten filtern: Bei Spitzen, Rückgängen oder hoher Absprungrate gezielt nach Seiten, Geräten, Ländern oder Quellen filtern.

  4. Besucherwege analysieren: Sitzungen, Nutzerpfade und Trichter nutzen, um Verhalten und Abbruchstellen zu verstehen.

  5. Erfolge messen: Ziele, UTM-Kampagnen, Attribution und bei Bedarf Umsatzdaten verwenden, um Marketing- oder Website-Erfolg zu bewerten.

  6. Optimierungen ableiten: Daten nutzen, um Inhalte, Navigation, Ladezeit, Formulare und Kampagnen gezielt zu verbessern.


Kurzüberblick der wichtigsten Begriffe

Deutsche Bezeichnung Umami Original Bedeutung
Übersicht Overview Zentrale Ansicht der wichtigsten Website-Kennzahlen
Seitenaufrufe Views Anzahl erfasster Seitenaufrufe bzw. Ereignisse
Besucher Visitors Eindeutige Besucher bzw. Besuchsgruppen im Zeitraum
Besuche Visits Einzelne Website-Besuche
Absprungrate Bounce Rate Anteil der Besuche mit nur einem Ereignis
Besuchsdauer Visit Duration Durchschnittliche Aufenthaltsdauer
Filter Filters Eingrenzung der Daten nach bestimmten Kriterien
Segmente Segments Gespeicherte Filtergruppen
Kohorten Cohorts Nutzergruppen, die über Zeit verglichen werden
Sitzungen Sessions Einzelne anonyme Besuchsverläufe
Ereignisse Events Erfasste Nutzeraktionen wie Klicks oder Formularaktionen
Ereignisdaten Event Data Zusätzliche Eigenschaften zu Events
Sitzungsaufzeichnungen Session Replays Wiedergabe realer Besuchssitzungen
Performance Performance Ladezeit- und Core-Web-Vitals-Auswertung
Vergleich Compare Vergleich mit früheren Zeiträumen
Aufschlüsselung Breakdown Segmentierte Analyse nach Feldern
Ziele Goals Messung gewünschter Aktionen und Conversion Rates
Trichter Funnel Analyse mehrstufiger Conversion-Pfade
Nutzerpfade Journey Analyse typischer Wege durch die Website
Wiederkehrende Besucher Retention Analyse, ob Besucher später zurückkehren
Kampagnenparameter UTM Analyse von Kampagnenquellen und Marketingkanälen
Umsatz Revenue Analyse von Umsatzdaten im Zusammenhang mit Website-Nutzung
Attribution Attribution Zuordnung von Conversions zu Kanälen oder Kampagnen